Die Musiklandschaft in Oberösterreich

Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer

Dr. Josef Pühringer
Landeshauptmann

Unser Heimatland verfügt über exzellente zeitgenössische Komponisten, deren Leistungen keinen nationalen bzw. internationalen Vergleich zu scheuen brauchen. Mit der Musiksammlung des Landes Oberösterreich setzt Oberösterreich daher nicht nur einen wichtigen Meilenstein in der Förderung Zeitgenössischen Musikschaffens, sondern sie dient auch als Netzwerk, als Sammelpunkt all dieser hervorragenden Ergebnisse musikalischen Schaffens.

Oftmals wird Komposition mit den "klassischen" Werken von Mozart, Bach, Bruckner oder Verdi gleichgesetzt ohne darauf zu achten, dass Komposition keinesfalls ein abgeschlossenes Genre ist, sondern als ein lebendige "Kultursparte" das Kulturland Oberösterreich belebt. Die Musiksammlung des Landes Oberösterreich ist daher keine statische Einrichtung, sondern sehr lebendig. Denn sie lebt von der Kreativität der heimischen Komponisten. Musik unserer Tage hat ein Recht auf Aufmerksamkeit, denn sie spiegelt die geistige Befindlichkeit unserer Zeit.

Die Musiksammlung des Landes OÖ ist somit ein "musikalisches Netzwerk", bestehend aus dem Anton Bruckner Institut Linz, dem Forum Zeitgenössisches Musikschaffen, der Musikpädagogischen Bibliothek der Landesmusikdirektion sowie dem Volksliedarchiv.

Ziel der Musiksammlung des Landes Oberösterreich ist es, der Neuen Musik Gehör zu verschaffen. Sie soll als Archiv genauso dienen, wie als Treffpunkt der Musikbegeisterten, sie soll die Möglichkeit bieten, sich auf hohem künstlerischem Niveau auszutauschen und zu forschen – und ihr damit jenen hohen Stellenwert zu verschaffen, der ihr zusteht!

Leitgedanke der OÖ Musiksammlung

Zusammen mehr erreichen: Dieses Motto steht über der Musiksammlung des Landes Oberösterreich. Drei Institutionen, die vier Fachbereiche vertreten, arbeiten auf der Plattform der Musiksammlung des Landes gemeinsam, mit dem Ziel, das Musikland Oberösterreich zu stärken. Das Anton Bruckner Institut, das Forum zeitgenössisches Musikschaffen, die musikpädagogische Bibliothek des Landesmusikschulwerkes und das Volksliedarchiv leisten so ihren Beitrag zum Gelingen des einmaligen Projektes Musiksammlung. Es ist ein Brückenschlag in mehrfacher Hinsicht: zwischen den Institutionen und Fachbereichen genauso, wie zwischen erhaltenswertem und traditionellem, sowie zukunftsweisenden und innovativem Musikschaffen. Das Land Oberösterreich hat die Initiative dazu ergriffen, um gemeinsam mit dem Anton Bruckner Institut und dem OÖ. Volksliedwerk einen Schritt in die Zukunft des Musiklandes Oberösterreich zu setzen.

Diese Zukunft wird im Kulturland Oberösterreich auf mehreren Ebenen gestaltet: über die musische Bildung im Landesmusikschulwerk, die Anton Bruckner Privatuniversität des Landes, das Bruckner Orchester bis hin zum Neubau des Musiktheaters. All dies sind Bausteine, die in ihrer Gesamtheit eine wesentliche Säule des Kulturlandes Oberösterreich bilden. Die Musiksammlung des Landes fügt sich in dieses Bild ein. Ihr Anliegen ist es, das umfangreiche Wirken oberösterreichischer Musikschaffender in gedruckter, elektronischer und konzertanter Form zu erhalten und zu pflegen. Eine sachgerechte und nachhaltige Förderung des oberösterreichischen Musikschaffens wird so möglich. Musik sammeln bedeutet Musik (er-)leben, Musik vermitteln, Musik erforschen. Die Musiksammlung des Landes Oberösterreich bietet allen Interessierten und Neugierigen die Grundlage dafür.

Aufgaben und Ziele der Musiksammlung

1. Sicherung – Archivierung – Katalogisierung - Dokumentation des zeitgenössischen und historischen Musikschaffens oö. KomponistInnen

  • Sachgerechte Aufbewahrung der musikalischen Bestände: Belegexemplare geförderter Werke von Landeskulturpreisträgern, Anton Bruckner-Stipendiaten, Kompositionsaufträgen- und stipendien des Landes, Preisträgern des oö. Talentförderungspreises, Preisträgern des Projekts "Klangfluss"
  • Sachgerechte Aufbewahrung der dokumentarischen Bestände: Tonträger, Briefe, Berichte, Texte, Bücher, Presserezensionen etc.
  • Sammlung und Archivierung von Vorlässen, Handschriften und Skizzenmaterial oö. KomponistInnen
  • Übernahme und sachgerechte Aufbewahrung von Nachlässen
  • Übernahme bestehender Archive von KomponistInnen, InterpretInnen, Klöstern, Stiften, Privatsammlungen, Orchestern, (Kirchen-)chören, Hausmusikkreisen etc.
  • Selbständiges Sammeln

2. Publikation und öffentlicher Zugang des katalogisierten Bestandes
in Form von:

  • Ausstellungsräumlichkeiten
  • Homepage
  • Online - Katalog
  • Bruckner Symposiums- und Tagungsbände
  • Brucknerjahrbuch, Dokumente und Studien
  • Informationszeitschrift "TOÖNE"
  • Herausgabe Reihe "Komponistenportraits"
  • Publikationen des Oö. Volksliedarchivs für den praktischen Gebrauch
  • ORF–Reihe "Treffpunkt Neue Musik" - Kooperation mit dem ORF
  • CD- Reihen und Rundfunkprojekte

für:

  • Studium
  • Forschung
  • Dokumentation

3. Konzerte
für besondere, oder aktuell erworbene oder geförderte Werke vor allem in Partnerschaft mit allen oö. Konzertveranstaltern

4. Dialog / Forum
Diskussionsplattform für KomponistInnen, InterpretInnen, Wissenschaft und Öffentlichkeit