und sind wir

für Flöte, Violine, Viola, Violoncello und Gitarre

…in ihm leben, weben und sind wir… heißt es unter anderem im Text von Johann Sebas-tian Bach’s actus tragicus: “Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit“ BWV 106. daraus leite ich den Titel meiner Komposition: “und sind wir“ ab. Im Besonderen bezieht sich mein Stück auf die einleitende Sonatina zum actus tragicus. In einem Prozess der ständigen Redukti-on verwendete ich 7 Teile daraus und verarbeitete sie neben einer Einleitung und einem Nachklang zu einer polyphonen, imitations-, fugenartigen Konstruktion wobei ich mich an der Bearbeitung für 2 Klaviere durch Giörgy Kurtág orientierte, der die Sonatina in ständi-gem piano haben möchte.
Ich verstärke diese Dynamik indem ich mein Werk, bis auf zwei Ausnahmen, in ständigem pianissimo und zum Teil noch leiser haben möchte. Weiters reduziere ich das Tempo auf 1/8 = ca.49 durch das ganze Stück.
Die Raumnotation bedeutet, dass jedes Instrument etwa an dem angegebenen Platz spie-len soll, unisono Stellen sind strichliert gekennzeichnet.
Viele Angaben stehen im Notentext, weitere ergänze ich hier:
Seite 1 Mitte: Töne frei gestalten heißt, dass jeder(e) völlig frei in der Gestaltung ist und man in einer Feinabstimmung zu einem Ergebnis kommen soll (stacc., spicc., pizz., viel oder wenig Luft, …alle Artikulationen…..), die Gitarre gibt den Einsatz für das 3. System der Seite 1. Die angegebenen punktuellen Noten sind Animationsgrafik, die nicht exakt eingehalten werden muss.
Dauer ca. 11’ 30’’


Flöte, Violine, Viola, Violoncello, Gitarre

Standardbild

: 2010

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Partitur

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Forum Zeitgenössische Musik